Hand aufs Herz, bei vielen Präsentationen sind Sie schon eingeschlafen oder haben sich zumindest gefragt, wie lange der Monolog noch anhält? Viele Präsentationen sind einfach langweilig, weil der Referent einfach nur seine Folien abliest und die Folien einfach schlecht sind? Oder jegliche Effekte, die Powerpoint und Co. zu bieten haben, werden wahllos eingebaut, weil der Präsentator glaubt, seine Präsentation damit aufzulockern.
Die wichtigste Phase der Präsentation ist natürlich die Vorbereitung. Zuallererst steht die Frage, was überhaupt die Zielstellung der Präsentation ist. Was möchte ich den Zuhörern vermitteln und warum. Wenn diese Fragen geklärt sind, sollte man sich Gedanken über die Zielgruppe machen. Wer sind die Zuhörer? Wie ist deren Kenntnisstand? Wie spreche ich sie an? Und vor allem, was möchte ich bei den Zuhörern erreichen? Desweiteren sollten die Hilfsmittel geklärt werden. Häufig ist Powerpoint das Mittel der Wahl aber überlegen Sie sich mal, ob vielleicht ein Flipchart oder eine Whiteboard nicht besser geeignet sein können.
Die eigentliche Präsentation beginnt mit dem Aufruf Ihres Namens. Ab dem Moment werden Sie beobachtet. Bedenken Sie, dass Ihre Sprache nur einen kleinen Teil dessen ausmacht, was vom Publikum wahrgenommen wird. Untersuchungen zeigen, dass die Körpersprache mehr als 50% ausmacht.
Die Struktur der Präsentation sollte klar gegliedert sein. Legen Sie nicht gleich los sondern holen Sie die Zuhörer ab. Erzählen Sie ihnen zu Beginn, worüber Sie berichten werden und versuchen Sie dies
auch visuell darzustellen. Bedenken Sie dabei, dass die ersten 10 Sekunden darüber entscheiden, ob Ihnen zugehört wird oder nicht. Fesseln Sie daher die Zuhörer von Beginn an. Die eigentliche Präsentation sollte alle Punkte beinhalten, die Sie vermitteln wollen. Halten Sie sich dabei an den Grundsatz: “So kurz wie möglich, so lang wie nötig!” Weniger ist oft mehr und langweilt Ihre Zuhörer nicht. Achten Sie dabei auch immer auf Ihre Körpersprache und unterstützen Sie Ihre wichtigsten Aussagen auch visuell (Flipchart, Powerpoint etc.). Vermeiden Sie textlastige Folien und denken immer daran: ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Die Folien sollen Ihren Vortrag unterstützen und nicht ersetzen. Vermeiden Sie daher, einfach Folien abzulesen, denn nichts ist für die Zuhörer langweiliger. Machen Sie aber auch nicht den Fehler, etwas auf Folien zu zeigen und etwas komplett anderes zu erzählen. Das verwirrt und reisst die Zuhörer aus der Aufmerksamkeit. Am Ende der Präsentation fassen Sie noch einmal alle wichtigen Punkte zusammen und beenden Sie mit einem knackigen Satz. Der erste und der letzte Satz sind diejenigen, die in Erinnerung bleiben. Nutzen Sie dies für Ihre Präsentation!
Nicht jeder ist ein Naturtalent, aber Präsentieren kann man lernen. Neben einigen guten Fachbüchern führt m.E. allerdings kein Weg daran vorbei, ein Seminar zu besuchen. Durch Übung und Feedback kann man seine eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln. Auch die ungeliebte Übung vor der Kamera hilft, sich selbst zu verbessern. Ein Golfer übt regelmäßig vor dem Spiegel, um seine eigene Technik zu kontrollieren und zu verbessern. Was spricht also dagegen, bei der nächsten Präsentation eine Videokamera mitlaufen zu lassen, um sich danach nochmal selbst zu kontrollieren?
Hier noch ein kleiner Hinweis auf eine schöne Präsentation: http://www.slideshare.net/thecroaker/presentation-secrets